Maximumkarte Renert 200px1. Tauschbörse Maximum- & Ansichtskarten am 25. November 2017

im "Foyer de la Philatélie" 38, rue du Curé, Luxembourg-Ville

Am Samstag, dem 25. November 2017, veranstaltet die FSPL-Maximaphilie-Kommission den 1. Tauschtag für Maximumkarten und Ansichtskarten von 9.00 bis 18.00 Uhr im "Foyer de la Philatélie" 38, rue du Curé, L-1368 Luxembourg-Ville. Alle Sammler, die sich für Maximum- oder Ansichtskarten interessieren sind recht herzlichst eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Tische können noch kostenlos bis zum 20. November 2017 reserviert werden, maximum zwei Meter pro Anbieter. Erlaubt zum Anbieten und Tauschen sind nur Maximumkarten und Ansichtskarten.


Die POST Philately ist an diesem Tag mit einem Sonderstempel von 10.00 bis 12.00 und von 14.00 bis 17.00 Uhr im Foyer de la Philatélie vertreten.

Maximumkarte Renert 500pxTimbre RenertStempel
FOTO: AS

Außerdem gibt die Maximaphilie-Kommission eine Ansichtskarte und eine personalisierte Briefmarke heraus, um mit dem dazu passenden Sonderstempel eine Maximumkarte anzufertigen. Die fertige Maximumkarte wird auch an diesem Tag angeboten. Jeder Besucher bekommt zwei Maximumkarten aus den Jahren 1985 bis 2010 geschenkt.

Viele sehen das Briefmarken-, Maximumkarten- und Ansichtskartensammeln als unnötige Zeitverschwendung an. Leider ahnen solche Menschen nicht, wie viel Schönes und Lehrreiches für jung und alt in der Briefmarke, Maximumkarte und Ansichtskarte steckt. Sie sind der Spiegel des kulturellen, wirtschaftlichen, sozialen und politischen Lebens aller Länder der Erde.

Die Maximumkarte ist ein philatelistischer Beleg, der aus drei Bestandteilen zusammengesetzt ist, und zwar: Ansichtskarte, Briefmarke und der dazu passende Stempel. Die Briefmarke muss auf der Bildseite der Ansichtskarte aufgeklebt und mit einem Poststempel versehen sein. Die drei Bestandteile müssen untereinander ein Maximum an Übereinstimmung aufweisen und gewisse Bedingungen erfüllen, z.B. muss die Briefmarke in gutem Zustand sein und Frankaturgültigkeit am Abstempelungsdatum haben. Die Ansichtskarte muss sauber sein und im Motiv mit der Briefmarke übereinstimmen, was auch auf den Stempel zutrifft, der einwandfrei und leserlich sein muss. Die Ansichtskarte soll vor Ausgabe der Briefmarke im Handel sein, damit ein jeder die Möglichkeit hat, sie zu erwerben und zur Anfertigung einer Maximumkarte zu verwenden.

Die Maximumkarte muss in der Zeit der Frankaturgültigkeit der Briefmarke, so nahe wie möglich zu deren Ausgabedatum hergestellt werden. Der Name des Ortes auf der Abstempelung muss eine direkte Beziehung zum gemeinsamen Bild, beziehungsweise Motiv, der Briefmarke und der Ansichtskarte haben. Viele Sammler und Hersteller von Maximumkarten stellen sich die Frage, ob alte Ansichtskarten mit neuen Briefmarkenausgaben benützt werden können. Auf Grund ihres Alters und ihrer Seltenheit bilden eben diese alten Ansichtskarten wertvolle Unterlagen für die Herstellung von Maximumkarten.

Der maximaphilistische Wert einer Maximumkarte, das heißt ihre Bewertung für den Tausch und für Ausstellungen, ist abhängig : - von der Qualität ihrer Bestandteile und von der Beachtung der drei Übereinstimmungen, - vom Katalogwert der Briefmarke, der auf Grund ihres Nominalwertes und ihrer Seltenheit festgesetzt ist, - von der Seltenheit und Beschaffenheit der Ansichtskarte - alte Ansichtskarten werden höher bewertet als neue, - von der Tatsache, ob auf dem Bild der Ansichtskarte Elemente vorhanden sind, die das Bild der Briefmarke ergänzen, falls dieses eine Einzelheit oder einen Ausschnitt eines Motivs darstellt, - von der Art der postalischen Abstempelung: ob sie älter ist und eine gute Übereinstimmung aufweist, - von der Illustration des Stempels: ob diese einen Text oder ein Bild aufzeigt, die in Zusammenhang mit dem Motiv der Briefmarke stehen. Besonders wertvoll sind alte Maximumkarten vor 1940 und etliche nach 1940, welche dem internationalem Reglement entsprechen.

Die zur Goldenen Hochzeit des Erlauchten Herrscherpaares Grossherzog Adolph und Grossherzogin Adelheid-Marie herausgegebene Ansichtskarte mit der Briefmarke 5c Großherzog Adolph im Profil, abgestempelt am 16. Januar 1902 in Luxemburg, gilt zur Zeit als älteste Maximumkarte Luxemburgs - bis zur Zeit noch immer ein Unikat. Diese Maximumkarte wurde von Luxemburg nach Wien geschickt.

Fälschungen in der Maximaphilie

Viele Kenntnisse über die Philatelie vergangener Jahrzehnte, ja Jahrhunderte, sind durch den Tod namhafter Philatelisten, die versäumt haben, ihre Kenntnisse rechtzeitig an die nächste Generation weiterzugeben, verloren gegangen. Liegt es auch manchmal daran, dass die jüngere Generation den Lehren ihrer Vorgänger nicht genug Beachtung schenkt, oder nicht daran interessiert ist ? Es mangelt auch manchmal an Philatelisten, die den Mut aufbringen, sich mit Fälschungsbekämpfung abzugeben, und solche erkennen zu lernen. Die Verantwortung ist groß, da Fehler schwerwiegende Folgen haben können. Die Philatelisten sollten die Fälschungsbekämpfung unterstützen indem sie ihr Material auf Fälschungen untersuchen lassen. Versucht man, den Sammler über Fälschungen, aufzuklären, erheben sich deren Stimmen: "Warum den Teufel an die Wand malen? Ich bin sicher dass mein Material echt ist" und es nicht geprüft werden muss! Ich bin anderer Auffassung. Das Übel ist eine nicht zu leugnende Tatsache, und Tatsachen schafft man durch Schweigen nicht aus der Welt. Übrigens reagiert die Menschheit bei falschen Banknoten, bei der Bekämpfung von Krankheit und Seuche bei Mensch und Tier ganz anders. Hier genügt es nicht, wenn Bank- und Gesundheitsfachleute informiert sind. Presse und Aufklärungsschriften stellen sich in den Dienst der Aufklärung, um es auch den letzten Betroffenen wissend zu machen. Warum sollen wir in der Philatelie nicht mit denselben Mitteln operieren? Einmal kommt doch der Betrug ans Licht, leider viel zu spät für die Betroffenen. Liegt es daher nicht im Interesse des Sammlers, wenn wir versuchen, vorzubeugen? Stärken wir damit nicht viel mehr das Vertrauen zu unseren Marken und Belegen als durch späteres bedauerndes Schulterzucken? Dadurch, dass wir rechtzeitig auf die dem Sammler gestellten Fallen und Hinterhalte hinweisen, hoffen wir ihn vor unbedachtem Handeln zu bewahren und ihm schmerzliche Enttäuschungen zu ersparen. Fälschungen gibt es in jeder Sparte der Philatelie, nicht nur in der traditionellen Philatelie. Auch die relativ jüngere Sparte Maximaphilie wird von diesem Übel betroffen.

Die erste Postkarte mit Privataufdruck finden wir gestempelt im Jahr 1874. Um 1890 waren schon Privat Bildpostkarten im Gebrauch. Um die Jahrhundertwende haben die Kaufs-und Tauschanzeigen von der Kartophilie im "Les Petites Affiches", dem Beiheft vom "Moniteur du Collectionneur" einen erstaunlich großen Raum eingenommen und man sprach von einem Bildpostkartenboom.

Auskünfte bekommt man beim FSPL-Präsidenten Jos Wolff, RDP, Tel.: 370441, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

oder bei der Vizepräsidentin für das Zentrum: Andrée Trommer-Schiltz, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!                       jw

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