Die Stempel der Eisenbahnstation DUDELANGE-USINES

 

     Als am 20. Dezember 1883 die Eisenbahnlinie von Bettemburg nach Düdelingen eröffnet wurde, vor allem um die Materialien für den Bau der Hochöfen zu befördern, besaß Düdelingen noch kein Postbüro. Die begleitenden Frachtbriefe der Waren zu der Eisenbahnstation Dudelange-Usines mussten in Bettemburg bearbeitet werden.
     Um Verspätungen zu vermeiden, wendete man ab 4.7.1884 für die neue Eisenbahnlinie die Konvention vom 26. Juni 1873 an, die den Eisenbahnbeamten die Erlaubnis gab, eine Paketpostagentur zu eröffnen. Diese Vereinbarung endete am 22. Juli 1885 mit der Einrichtung eines Postbüros in Düdelingen. 
     Um die Briefmarken zu entwerten, bedienten sich die Beamten der Wilhelm-Luxemburg-Eisenbahnen einfach eines Stempels, den sie gerade bei Hand hatten. Man findet diese Abstempelungen auf der Nr. 50 und der Nr. 51 (5c grün und 10c rot der Allegorie-Marken). 

 

 

Typ A

DER EINZEILENSTEMPEL « DÜDELINGEN »


Höhe: 5 mm.  Breite: 42 mm. Grünlich blaue Tinte.

 

 eisenbahn a1 35  eisenbahn a2 35  eisenbahn a3 35
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Typ B

DER ZWEIKREISSTEMPEL DER WILHELM-LUXEMBURG-BAHN

 

Die Beschriftung zwischen den Kreisen:
 

EISENBAHNEN IN ELSASS-LOTHRINGEN  WILH.LUXEMB.BAHN 
und im inneren Kreis, zweizeilig
STATION / DÜDELINGEN. Grünlich blaue Tinte

 
    eisenbahn b1 35     
         
 eisenbahn b2 35    eisenbahn b3 35    eisenbahn b4 35
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Typ C

DER OVALE STEMPEL DER WILHELM-LUXEMBURG-BAHN

Doppelte Ellipse mit der Beschriftung im oberen Teil:

REICHS-EISENB. in ELS.LOTHR.
WILH.LUXEMB.BAHN
und im unteren Teil: DÜDELINGEN
Das Zentrum war für das Datum vorgesehen. Grünlich blaue Tinte.
 
 eisenbahn c1 35

 

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STEMPEL A UND C ÜBEREINANDER

Der Stempel C wurde vor dem Aufkleben der Briefmarke aufgetragen.
Diese wurde entwertet durch den Stempel A.

 

 superposition 1 35

 

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