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FSPL-Kommission für traditionelle Philatelie und Postgeschichte

Einladung zur Versammlung am Samstag, den 26. Mai 2018
um 14.30 Uhr im „Foyer de la philatélie“ (37, rue du Curé, Luxemburg)

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Tagesordnung:

1. Lars Boettger zeigt Überseedestinationen von und nach Luxemburg aus der Zeit von 1840 bis 1880

Prifix 20 Brief Köhler 201803 400pxEin Brief aus Übersee
 
Wenn wir heute einen Brief aus den USA, Australien oder China erhalten, dann verschwenden wir keinen Gedanken daran, wie er in unseren Briefkasten gelangt ist. Wir ärgern uns höchstens, wenn der Versand statt einer Woche zwei Wochen gedauert hat. Wir nehmen den Posttransport als selbstverständlich hin. Wer aber vor 100 oder 150 Jahren einen Brief nach Übersee versenden wollte, dann reichte es in vielen Fällen nicht aus, den Brief einfach in einen Briefkasten zu werfen.
 
Der Absender musste sich mit folgenden Fragen beschäftigen: Mit welcher Dampferverbindung kommt mein Brief am schnellsten an? Wann geht der nächste Postdampfer ab? Was kostet der Transport mich – je nach Strecke waren sehr unterschiedliche Tarife zu bezahlen. Kann ich meinen Brief komplett bis zum Empfänger vorausbezahlen oder muss er auch noch einen Obolus für den Brief berappen? Kommt mein Brief überhaupt an, soll ich ein Duplikat über einen anderen Weg versenden? Wäre es nicht sicherer, wenn ich meinen Brief einem Kaufmann anvertraue, der dann einen Weg für meinen Brief findet? Der Briefeschreiber ging in der Regel zum Postamt und hat sich vor Ort erkundigt. Heute schaut man im Internet auf der Seite der Post nach, wie hoch das Porto ist.
 
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Uns ist nicht mehr bewusst, was für eine wahrhaft revolutionäre Erfindung der Weltpostverein war. Ab 1. Juli 1875 konnte man in viele Länder der Welt für eine einheitliche Gebühr einen Brief versenden. Der Leitweg war dabei egal, die Dampferlinie spielte keine Rolle. Die Post hatte dafür zu sorgen, dass der Brief auf dem schnellsten Wege beim Empfänger ankommt. Das war eine unglaubliche Vereinfachung, von der wir heute immer noch profitieren. Sie ist für uns zu einer Selbstverständlichkeit geworden.
 
Korrespondenz aus oder nach Übersee strahlt einen besonderen Reiz aus. Für das Sammelgebiet Luxemburg gibt es leider nicht viele Briefe. Asien, Australien oder Südamerika findet man in der Klassik bis 1880 fast gar nicht. Nordamerika ist dazu im Vergleich schon fast häufig. Am 26. Mai 2018 sehen wir uns die Überseebriefe der Markenklassik um 14:30 Uhr im „Foyer de la Philatélie“ etwas genauer an.

Lars Boettger

 

2. Die Teilnehmer können Dokumente zu diesem Thema zeigen.

3. Die Kommission plant die Herausgabe philatelistischen Materials in Form von DVDs und sammelt zunächst alle dazu verfügbaren Unterlagen.

Ein Thema ist die Landpost mit u. a. den Briefkastenstempeln. Fernand Rasquin gibt dazu nähere Erklärungen. Sammler und Autoren, die sich mit diesem Thema beschäftigt haben, sind um ihre Teilnahme gebeten.

4. Freie Aussprache