Neuheiten in der Philatelie aus Liechtenstein

Europa-Brücken, Kulturpflanzen, Handwerk und 100. Todestag von Gustav Klimt

Europa-Brücken

Die „Alte Rheinbrücke Vaduz“ und die „Fußgängerbrücke Balzers“ zieren die diesjährigen Europamarken Liechtensteins. Interessant sind die Perspektiven, aus denen der Fotograf Roland Rick die beiden Rheinbrücken in Szene gesetzt hat. Die Alte Rheinbrücke war früher Hauptverbindung zwischen Liechtensteins Hauptort Vaduz und der angrenzenden Schweiz. Sie ist 125 Meter lang und stellt die letzte noch erhaltene Holzbrücke dar, die den Alpenrhein überquert. Auf dieser Sondermarke lässt sich zwischen den massiven Pfeilern des unter Denkmalschutz stehenden Bauwerks am gegenüberliegenden Hang das Schloss Vaduz erkennen. Im Hintergrund der Fußgängerbrücke Balzers ist der 2 562 Meter hohe, schneebedeckte Falknis zu sehen.

Nennwerte: je 1,50 CHF. Entwurf: Roland Rick, Schaan. Druck: Royal Joh. Enschedé, Haarlem. Ausgabetag: 5. März 2018.

Kulturpflanzen: Gemüse

Die selbstklebenden Dauermarken mit Motiven aus der Natur erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit. Die aktuelle Ausgabe zeigt vier beliebte Gemüsesorten. Die „Aubergine“ (Wertstufe 0,85 CHF) wird insbesondere in der mediterranen, orientalischen und türkischer Küche verwendet, wo sie mit einigen speziellen Gerichten wie Moussaka Berühmtheit erlangt hat. In Scheiben oder Streifen geschnitten oder geraspelt, werden die Knollen der „Radieschen“ (Wertstufe 1,00 CHF) roh verzehrt. Sie können Salaten beigemischt werden oder als Brotauflage dienen.

„Zucchini“ (Wertstufe 1,50 CHF) sind eine Unterart des Gartenkürbisses. Sie werden roh, gekocht gegrillt oder gebraten gegessen. Auch ihre Große gelbe Blüte ist für den Verzehr geeignet und gilt als Delikatesse. Ebenfalls auf verschiedene Arten kann die klassische Gemüsepaprika „Peperoni“ (Wertstufe 2,00 CHF), zubereitet werden. Sie stammt ursprünglich aus Südamerika und ist in den unterschiedlichsten Farben erhältlich.

Nennwerte: 0,85 , 1,00, 1,50 und 2,00 CHF. Entwurf: Armin Hoop, Ruggell. Druck: Gutenberg AG, Schaan. Ausgabetag: 5. März 2018.

Handwerk

Die 2017 im Rahmen der SEPAC-Marke zum Thema Handwerk ins Leben gerufene Serie wird mit einem zweiten und letzten Teil fortgesetzt. Wiederum hat der Grafiker René Wolfinger für die Umsetzung der drei aktuellen Motive eine grafische Darstellung mit Piktogrammen gewählt und diese auf unterschiedliche Hintergrundfarben platziert. Als Gemeinsamkeit ist auf jeder Sondermarke eine stilisierte Hand als Symbol für das Thema Handwerk abgebildet.

Der Beruf „Buchbinder“ (Wertstufe 1,00 CHF) ist eine seit dem Mittelalter verbreitete handwerkliche Tätigkeit. Handheften, vergolden, beschneiden und pressen sind Techniken, die in vergangener Zeit manuell und mit Hilfe von verschiedensten Werkzeugen erledigt wurden. Ein „Instrumentenbauer“ Wertstufe 1,30 CHF) muss ebenfalls Geschick beweisen, denn am Ende verlangt der Kunde häufig den perfekten Klang seines Instruments. Sägen, hobeln und löten gehören zu seinen täglichen Aufgaben. Das für die Herstellung von Schuhen benötigte Handwerkzeug wie Hammer, Messer und Zangen hat sich seit Jahrhunderten kaum verändert. Der heutige „Schumacher“ (Wertstufe 1,80 CHF) kann jedoch zusätzlich auf rationell arbeitende Maschinen zugreifen.

Nennwerte: 1,00, 1,30 und 1,80 CHF. Entwurf: René Wolfinger, Balzers. Druck: Gutenberg AG, Schaan. Ausgabetag: 5. März 2018.

100. Todestag von Gustav Klimt

Zum 100. Todestag des Malers Gustav Klimt am 6. Februar 2018 erscheinen zwei Sondermarken. Der 1862 geborene Klimt war einer der bekanntesten Vertreter des Wiener Jugendstils. 1907/08 entstand sein berühmtestes Gemälde „Der Kuss“ (Wertstufe 2,60 CHF). Das auf 180 x 180 Zentimetern in Öl auf Leinwand gefertigte Werk kann im Belvedere Museum in Wien besichtigt werden. Gustav Klimt selbst bezeichnet sein Gemälde „Tod und Leben“ (Wertstufe 3,70 CHF) als sein wichtigstes figuratives Werk. Obwohl es 1911 in Rom mit dem ersten Preis der Internationalen Kunstausstellung gewürdigt wurde, schien der Künstler 1915 plötzlich nicht mehr zufrieden mit dieser Version gewesen zu sein und begann des bereits gerahmte Gemälde zu überarbeiten. Das 180 x 200 Zentimeter große Bild befindet sich im Leopold Museum in Wien. jw

Nennwerte: 2,60 und 3,70 CHF. Entwurf: Silvia Ruppen, Mauren. Druck: Cartor Security Printing. Ausgabetag: 5. März 2018.

 
Luxemburger Wort vom Donnerstag, 15. März 2018, Seite 48 (5 Views)

 

 

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