Landschaften und StaedteNeuheiten in der Philatelie aus Ungarn

Landschaften & Städte, Heilpflanze des Jahres 2018, Schätze ungarischer Museen, Schlachtschiff Szent Istvan

Zum Thema „Landschaften & Städte“ startet die Magyar Posta eine Sonderbriefmarkenserie. Motive der ersten drei Marken sind die Städte Sárospatak, Sárvár und Siófok, die in diesem Jahr das 50. Jubiläum ihrer Stadterhebung feiern. Die Briefmarken stellen nicht nur jeweils eine hervorgehobene Sehenswürdigkeit vor, sondern zeigen dank der grafischen Komposition auch die Lage der Städte auf der Landkarte Ungarns.

Die barocken und eklektischen Gebäude der Stadt Sárospatak bilden eine Einheit mit dem gebauten Erbe des Imre Makovecz, den Perlen des organischen Stils, wie beispielsweise das auf der Briefmarke vorgestellte Kulturhaus- und Bibliotheksgebäude oder das Repositorium bzw. das Fürst-Arpad-Gymnasium.

Sárvár (Kotenburg) ist eine westungarische Kleinstadt am Ufer der Raab. Auf der Briefmarke ist das Symbol der Stadt, die Nadezda-Burg zu sehen. Im 16.-17. Jahrhundert befand sich die Burg im Besitz der Mitglieder dieser für Ungarn historisch bedeutsamen Familie. In dieser Ära erhielt das Gebäude seine Form im Stil der Spätrenaissance.

Auf der dritten Briefmarke ist das emblematische Bauwerk der Stadt, der 45 Meter hohe Wasserturm im Zentrum von Siófok, zu sehen. Besonderheit des 1912 übergebenen Turms ist, dass der Besucher mit zwei Panoramaaufzügen auf die Aussichtsebenen gelangt, wo sich ihnen hoch oben ein atemberaubendes Panorama eröffnet.

 

Heilpflanze 2018Heilpflanze des Jahres 2018

Die Magyar Posta emittiert ihren nummerierten Sonderblock über den Echten Lavendel, der 2018 zur Heilpflanze des Jahres gewählt wurde, in limitierten drucktechnischen Sonderversionen sowie in Form eines repräsentativen Markensets.

Der Echte Lavendel gehört zu den beliebtesten Heilpflanzen unserer Zeit. Bezüglich der Wirkung hält man das ätherische Öl der Pflanze für am wichtigsten. Die Blüten werden meist als Tee, das Aromaöl zum Inhalieren oder auf Würfelzucker geträufelt angewandt. Ein mit Lavendelblüten gefülltes Kissen oder einige Tropfen Aromaöl im Badewasser helfen beim Einschlafen. Wegen seines angenehmen Aromas wird er auch bei der Herstellung von Getränkesirup, Marmelade und Kuchen verwendet.

 

Schaetze Museen 1Schaetze Museen 2Schätze ungarischer Museen

Die Magyar Posta setzt ihre Sonderbriefmarkenserie zur Vorstellung der musealen Sammlungen Ungarns fort. Auf den aktuellen Briefmarken wird eine Auswahl interessanter und imposanter Schätze des Jósa-András-Museums in Nyíregyháza und des Blaufärber Museums in Pápa gezeigt. Das am 1. Dezember 1868 eröffnete Stadtmuseum in Nyíregyháza ist die älteste öffentliche Kultur- und Wissenschaftsinstitut Ostungarns. Auf der Briefmarke sind das von dem Maler János Zahoray angefertigte Portrait des Museumsgründers, dem einstigen Offiziersoberarzt András Jósa (1834-1918), sowie die Museumsfassade und die den Husaren gewidmete bronzene Reiterstatue zu sehen.

Die Werkstatt der Familie Kluge in Pápa mauserte sich im 19. Jahrhundert bereits zu einem Blaufärberbetrieb mit Fabrikmaßen. 1962 wurde er zum Museum erklärt. Seine hand- und dampfbetriebenen Maschinen sind immer noch funktionsfähig. Die Briefmarkengrafik zeigt ein Detail aus dem Küpenraum, in dem sich die Färbebottiche (Küpen) befanden, sowie die handgemachten Modeln der Familie Kluge – unter ihnen der Wappenmodel – sowie im Hintergrund Textilmuster.

Schlachtschiff Szent IstvanSchlachtschiff Szent Istvan

Die Magyar Posta gedenkt mit der Ausgabe eines Sonderblocks des Schlachtschiffs Szent Istvan. Der Bau des einzigen Schlachtschiffs der ungarischen Geschichte hatte im Januar 1912 in der Ganz-Danubius-Werft in Rijeka (Fiume) begonnen und dauerte zweiundeinhalb Jahre. Obwohl das Schiff schon seit November 1915 seinen Dienst versah, verbrachte es den Großteil des Kriegs im Hafen von Pola und versah mit ausgebrachten Ankern in erster Linie Luftschutzaufgaben.

Auf seine erste Mission musste das Schiff bis zur Nacht des 9. Juni warten. In der Morgendämmerung wurde das Schiff aber von zwei italienischen Motortorpedobooten bemerkt. Es gelang ihnen, sich zu nähern, und am 10. Juni um 3:31 trafen sie das Schlachtschiff Szent Istvan mit zwei Torpedos.

Nach den Detonationen begann ein mehrstündiger Kampf, das Schiff zu retten. Das Schiff kenterte schließlich und ging binnen Minuten unter. Die Besatzung bestand aus 1087 Personen, 85 Matrosen und vier Offiziere kamen ums Leben.

Dieses Versagen setzte den Marineoperation der österreichisch-ungarischen Kriegsflotte ein Ende. Nach der Tragödie der Szent Istvan lief die Flotte der Monarchie nie wieder aus. jw


Luxemburger Wort vom Dienstag, 19. Juni 2018