• Geschrieben von : Olivier Nosbaum & Marc Schaack

Die 1859er Briefe der Wappenmarken

Die 40 Centimes-Marke

Am 29. September 1859 wurden in der Luxemburger Zeitung“[1] die höheren Wertstufen der ersten geschnittenen Wappenmarken angekündigt.

„Wenn der aktuelle Vorrat an Marken von 10 c und einem Silbergroschen mit dem Bildnis des König-Groβherzogs erschöpft ist, werden neue Marken mit diesen Werten ausgegeben in der gleichen Form und mit derselben Zeichnung wie die von 30 Centimes, und zwar die von 10 Centimes in Blau und die von 12 ½ Centimes in Rosa. Selbstverständlich werden die alten Marken ihren Wert behalten und neben den neuen weiterhin zur Frankierung verwendet werden können.

Die Regierung lässt auβerdem Marken zu 25, 37 ½ und 40 Centimes anfertigen; das Publikum wird über ihre Ausgabe informiert werden.“

Fast einen Monat später, am 20. Oktober 1859 wurde folgende Mitteilung im Memorial[2] veröffentlicht, die das Statut der Ausgabe der Werte von 25, 37½ et 40 Centimes der Wappenausgabe klarstellte:

„Heute kann ich nun mitteilen, dass bei der Postverwaltung zudem Marken von 25 (2 Silbergros), von 37 ½ (3 Silbergros) und von 40 Centimes erhältlich sind. Diese Marken sind vom gleichen Modell wie die von 30 Centimes und wie die neuen von 10 und 12 ½ Centimes. Sie unterscheiden sich nur durch die Wertangabe und die Farbe, die braun ist für den Wert von 25 Centimes, grün für den von 37 ½ und gelb-orange für den von 40.

Gezeichnet M. Ulveling, Directeur Général des Finances “

Wie bereits imArtikel über die Verwendung der 30 Centimes-Marke[3] erwähnt, wurde die 40 Centimes-Marke schon am 8. Oktober 1859 im Magasin du Timbre eingetragen[4]. Die erste bekannte Verwendung dieser Marke datiert sogar 5 Tage vor der offiziellen Ankündigung vom 20. Oktober 1859 (Abb. 1).

 

Abb. 1 Abb. 1: Brief vom 15. Oktober 1859 von Luxemburg nach Schloss Welferange bei Metz auf einem Chargé-Brief der 2. Portostufe
(zwischen 7,5 – 15 Gr.)[5]

 

Abb. 2

Abb. 2: Faltbrief von Luxemburg nach Paris vom 25. November 1859[6]

Aus dem Jahr 1859 haben wir bis jetzt nur diese beiden Briefe registriert mit der 40 Centimes-Marke.

 

Commission pour la Philatélie traditionnelle, les Entiers postaux et l’Histoire postale du Luxembourg.

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[1] Memorial, zweiter Teil, N° 3, 1859, 26.

[2] ebenda

[3] Moniteur 1, F.S.P.L., 2022, 7–8.

[4] Reis, J.-P., Statistique historique du Grand-Duché de Luxembourg – Administration des postes et des télégraphes – histoire des postes, des télégraphes et des téléphones (Luxembourg 1897), 220.

[5] Corinphila 68, 25. –30. Oktober 1982, Los 5267, (Sammlung Isac Seligson); Corinphila 87, 25. –30. Oktober 1993, Los 3118.

[6] https://www.klassische-philatelie.de/verkauf-liste.php?gid=76&gr=5 (Stand 5. Juni 2022).

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